Der Leserbrief schreiber lebt am Nordende von Mariabrunn, völlig abgeschottet gegen den B-31-Lärm. Ja er muss, wie er selbst schreibt, eine Ortsbesichtigung machen, um etwas von dem Lärm zu hören. Er ist wohl ungeeignet, zu beurteilen, ob die Dauerschall-Belastung der Bürger die „vor Ort" leben, bagatellisiert werden kann oder nicht. Deshalb ist seine zyni-, sehe Auswanderungsempfehlung , auch völlig deplatziert.
Was unsere politische Gemeindeführung angeht, so wundere ich mich über die Passivität, mit der das LämvThema aus der Kommunaiwahl herausgehalten wird und der Einsatz für die Bürger über eine Vermittlertätigkeit nicht hinausgeht. Ich habe erwartet, dass sich Bürgermeister und Gemeinderat für die belasteten Bürger einsetzen. Dazu muss man nicht die Klärung der Rechtslage abwarten. Recht bekommt man in unserem Staat vor allem, wenn man darum kämpft.
Weiter wundere ich mich darüber, dass der Lärm nicht gemessen wird, obwohl es dafür Geräte gibt, sondern dass man ihn mit den Zahlen aus einer Verkehrszählung errechnet. Ich bezweifle, dass alle lärmbeeinflussenden Faktoren in die, je nach Interessenlage manipulierbare, Rechnung eingehen. Wie werden wohl die Fahrgeschwindigkeit, der Ladezustand der Lkws, die Reifenmarke und weitere Faktoren in die Rechnung eingehen. Die SZ könnte diese Art der rechnerischen Lärmermittlung in der Samstagsrubrik „Zeit und Welt" für die interessierte Bevölkerung vorstellen. Das Wichtigste aber ist der Vergleich des Rechenergebnisses mit dem tatsächlichen und objektiv messbaren Krach, wo bleibt der? Ich bezweifle, dass ein normiertes Rechenverfahren den tatsächlichen Verhältnissen gerecht wird, insbesondere dann, wenn die technisch einfache und objektive Nachprüfung des Ergebnisses unterbleibt. Jeder Industrie-betripb würde sich lächerlich machen, wollte er die Belastung durch Lärm an einer Maschine errechnen anstatt zu messen. Klaus Deckner, Mariabrunn